Caninussteil-/engstand
Die unteren Eckzähne stehen zu steil und beißen in den Gaumen.
Tierzahnmedizin in Olpe-Sauerland
Fehlstellungen von Zähnen und Kiefer können schmerzhafte Einbisse verursachen. Wir behandeln Malokklusionen, die mit Schmerzen oder Verletzungen einhergehen – am besten früh im Welpenalter.
Häufige Fehlstellungen
Die unteren Eckzähne stehen zu steil und beißen in den Gaumen.
Einbeißende Milchzähne blockieren das Wachstum des Unterkiefers („Interlock“).
Milchzähne, die nicht ausfallen, drängen bleibende Zähne in eine Fehlstellung.
Umgekehrte Scherenverzahnung der Schneidezähne mit schmerzhaften Einbissen.
Kieferorthopädie
Durch eine kieferorthopädische Behandlung lassen sich Fehlstellungen von Zähnen im Kiefer korrigieren. Es werden ausschließlich Malokklusionen behandelt, welche mit Schmerzen oder Verletzungen einhergehen.
Viele Junghunde weisen einen Caninussteil-/engstand der Unterkiefereckzähne auf. Dieser kann durch das Nicht-Ausfallen von Milchzähnen (persistierende Milchzähne) oder durch Kieferfehlstellungen (Unterkieferverkürzung) entstehen. Die permanenten (bleibenden) Eckzähne werden dadurch zu weit nach innen gedrängt und wachsen zu steil Richtung Gaumen. In der Folge kommt es zu schmerzhaften Einbissen mit Verletzungen des Gaumens, die bis zu einer Fistelbildung in die Nasenhöhle reichen können.
Welpenalter
Unterkieferverkürzungen im Welpenalter sollten frühzeitig therapiert werden, um dem Unterkiefer ein gewisses Längenwachstum zu ermöglichen. Die spitzen Milchzähne führen zu schmerzhaften Einbissen in den Gaumen und verursachen einen sogenannten „Interlock“: Durch den Einbiss wird der Unterkiefer in seinem Längenwachstum blockiert. Die frühzeitige Entfernung der einbeißenden Milchzähne sorgt zum einen für Schmerzfreiheit, und ermöglicht zum anderem dem Unterkiefer ein weiteres Längenwachstum.
Auch Milchzähne, vor allem im Bereich der Canini, sollten nie „doppelt stehen“. Fallen die Milchzähne nicht aus, wenn bereits die permanenten Zähne durchbrechen, haben diese zu wenig Platz und entwickeln häufig Fehlstellungen. Umso früher solche persistierenden Milchzähne entfernt werden, desto höher ist die Chance eine Normokklusion ohne weitere kieferorthopädische Korrektur zu erreichen. Maßnahmen wie eine Balltherapie oder die Massage der Unterkiefer-Canini können die Lateralisierung der permanenten Zähne im Anschluss unterstützen.
Behandlungsmöglichkeiten
Eine weitere klinisch relevante Fehlstellung stellt zudem der sogenannte „frontale Kreuzbiss“ im Schneidezahnbereich dar. Hunde und Katzen weisen dort physiologischerweise eine Scherenverzahnung auf. Dabei ragen die Schneidezähne des Oberkiefers etwas über die Schneidezähne des Unterkiefers hinaus. Bei einem Kreuzbiss kommt es zu einer umgekehrten Scherenverzahnung, wodurch die Schneidezähne des Oberkiefers hinter den Unterkieferschneidezähne liegen und schmerzhafte Einbisse verursachen.
Je nach Ausprägung der Zahnfehlstellung sind weitere kieferorthopädische Maßnahmen erforderlich, um eine Normokklusion zu erreichen. Kronenverlängerungen der Unterkiefereckzähne, Aufbissschienen aus Kunststoff oder Zahnspangen (Power Chains) können je nach Fehlstellung zum Einsatz kommen. Stark ausgeprägte Fehlstellungen können zudem durch das Einkürzen von Zähnen mittels Vitalamputation oder auch durch die Extraktion einzelner Zähne behoben werden.
Termin oder Rücksprache
Bei akuten Zahnverletzungen, freiliegender Pulpa oder schmerzhaften Fehlstellungen ist eine zeitnahe Abklärung sinnvoll.
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